Ein Sturm zieht auf: Solidarität und Widerstand in unruhigen Zeiten. Unsere Veranstaltungsreihe im Mai

Ein Sturm zieht auf: Wo man auch hinschaut, die Lage erscheint katastrophal: Aufrüstung und Krieg, Sozialabbau & Klassenkampf von oben und und und: Dass der Kapitalismus auf die Bedürfnisse der Menschen scheißt, das wird nicht nur immer offensichtlicher, mittlerewile machen die Herrschenden nichtmal mehr einen Hehl draus. Und trotzdem können wir eine massive Rechtsentwicklung beobachten, reaktionäre Krisendeutungen gewinnen an Boden. Das können wir aber nicht hinnehmen: Die Linke steht vor großen Herausforderungen. In diesen unruhigen Zeiten braucht es Solidarität und Widerstand.

Als Gemeinsam Kämpfen und als Kommunistische Gruppe stehen wir für Solidarität statt Ellenbogen. Wir kämpfen für eine Welt, in der wir uns alle auf Augenhöhe begegnen können  und unser Zusammenleben gemeinschaftlich gestalten können, „eine Welt,  in der wir sozial gleich, menschlich verschieden und vollkommen frei  sein werden“ (Rosa Luxemburg). Wir sind der festen  Überzeugung: der Kapitalismus muss weg – und alle anderen Verhältnisse,  in denen die Menschen unterdrückt werden! Es braucht eine andere  Gesellschaft, eine andere Art des Wirtschaftens, eine andere Verteilung und Nutzung der (gesellschaftlichen) Reichtümer.

Es muss also alles anders werden. Wir kämpfen als Gruppe an den Bruchstellen des Kapitalismus, wo die Widersprüche und das Schlechte dieses Systems deutlich zu spüren sind. Dort, wo existenzielle menschliche Bedürfnisse aufgrund von Verwertungsinteressen und wirtschaftlichen Prinzipien vernachlässigt werden.

Es gibt in den kommenden Wochen viele Möglichkeiten, uns kennenzulernen und mit uns aktiv zu werden: Außerdem findet ab Mitte Mai wieder eine Kennenlern-Reihe statt, bei der wir einen Einblick in unsere Gruppe geben wollen und sie vorstellen wollen. Es gibt also viele Möglichkeiten, mit uns aktiv zu werden. Wenn du gemeinsam mit uns kämpfen willst oder mehr über uns erfahren möchtest, kannst du uns gerne direkt ansprechen: bei unseren Veranstaltungen, über Social Media oder per Mail an info@gemeinsam.fr. Wir freuen uns immer über neue Mitstreiter:innen!

Eine Übersicht zu den Veranstaltungen:


++++++++ »Alles Anders« im April
Nur das Nein repräsentieren? Linke im Mahlwerk des Parlaments
24.4. | 18 Uhr | Linkes Zentrum adelante, Glümerstraße 2

Intergration ins System oder Parlament als Bühne? Kaum eine Frage wird innerhalb der Linken so leidenschaftlich und kontrovers diskutiert wie die Haltung zum Parlamentarismus – und die Dynamiken um die Linkspartei haben diese Diskussionen über Untergehen im Mahlwerk des Parlaments weiter befeuert.

Wir wollen gemeinsam durchaus kontrovers darüber diskutieren, wie sich eine antikapitalistische Linke im parlamentarischen Normalbetrieb verhalten sollte. Welche Herausforderungen und Fallstricke treten zu Tage und wie könnte es gelingen, als Revolutionäre mit klarem Kompass zu navigieren. Welche Chancen und Potentiale liegen in diesem möglichen Kampffeld und was kann eine Linke dort im Konkreten erreichen; an spürbaren Verbesserungen, Erfolgen und um linke Positionen zu stärken.

»Alles Anders« ist ein regelmäßiges Diskussionsformat, in dem wir vor allem auf einen gemeinsamen Austausch hoffen, der Positionen schärft. Im Anschluss an die Diskussion laden wir ab circa 20 Uhr zur Roten Kneipe ein. Wir freuen uns auf einen spannenden Abend.


++++++++ Antikapitalistischer Block am 1.Mai
Eure Aufrüstung ist unser Sozialabbau
1.5. | 10:30 Uhr | Stühlinger Kirchplatz

Für Solidarität statt Spaltung – Klassenkampf von unten

Kommt mit uns am 1. Mai auf die Straße, um gemeinsam für eine stärkere soziale Infrastruktur und eine solidarische Gesellschaft zu kämpfen.

Während Milliarden in die Militarisierung fließen, wird an uns gespart. An unserer Gesundheit. An unseren Arbeitsplätzen. An unserem Leben. Die Logik des Kapitals kennt keine Rücksicht: Wenn es profitabel ist, wird investiert. Das Ergebnis dessen sehen wir täglich – an überlastetem Gesundheitspersonal, an prekären Löhnen, an einer Politik, die die Interessen der Wenigen über das Wohl der Vielen stellt.

Die Situation an der Uniklinik Freiburg kann als Symbol dieser Politik gesehen werden. 350 Vollzeitstellen sollen bis 2028 abgebaut werden. Nicht weil das Geld fehlt, sondern weil die Landesregierung Baden-Württemberg sich weigert, ihrer gesetzlichen Pflicht nachzukommen und die Investitionskosten zu übernehmen. Auch in Schulen, Kitas und sozialen Einrichtungen fehlt es an allem. Die Rente, das Bürgergeld und das Gesundheitssystem sollen reformiert werden, was für uns die Kürzung von finanziellen Mitteln in diesen Bereichen bedeutet. Das ist kein Zufall. Das ist Klassenkampf von oben!

Den Aufruf weiterlesen:
https://gemeinsam.fr/1-mai-eure-aufruestung-ist-unser-sozialabbau/


++++++++ Veranstaltung zu Krieg und Frieden mit dem Lower Class Magazine
Aufrüstung, Wehrpflicht, Krieg…
Was tun?
15.5. | 18 Uhr | Weingut Andreas Dilger, Urachstr.3
Anschließend: bistro rouge (ab circa 20 Uhr)

Massiver Sozialabbau, das heftigste Aufrüstungspaket seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs und die wiedereingeführte Wehrpflicht: Ein Sturm zieht auf! Denn es stellen sich uns existentielle Fragen. Wir brauchen Analysen und Strategien für das auf uns zurollende Gewitter aus imperialistischen Kriegen und gesellschaftlichen Verteilungskämpfen..
Das Lower Class Magazine hat die lesenswerte Broschüre „Ein Sturm zieht auf. Thesen zu Krieg, Imperialismus und Widerstand.“ geschrieben. [1] Die Thesen sollen ein Diskussionsanstoß sein, um die Linke in einer ihrer drängendsten Themen voranzubringen. Denn es geht um nicht weniger, als antiimperialistischer und sozialistischer Politik in Deutschland zu neuem Auftrieb zu verhelfen. Also was tun?

Wir freuen uns sehr, dass Vertreter:innen des LCM nach Freiburg kommen, um die zentrale Punkte der Broschüre vorzustellen und zur Diskussion zu stellen. Gemeinsam wollen wir besprechen, was eine revolutionäre Linke tun und leisten muss angesicht der gewaltigen Herausforderungen, vor denen wir stehen.

Nach der Veranstaltung wollen wir den Abend im bistro rouge bei hoffentlich bestem Wetter mit Flammkuchen aus dem Ofen ausklingen lassen.

[1] https://lowerclassmag.com/2025/08/13/ein-sturm-zieht-auf-thesen-zu-krieg-imperialismus-und-widerstand/)


++++++++ Veranstaltung zu revolutionärer Stadtteilarbeit
Tür an Tür & Hand in Hand. Ein Podiumsgespräch über die Nachbarschaft als Ort, um revolutionäre Gegenmacht aufzubauen.
mit: HaWei Solidarisch und Stadtteilorganisationen aus anderen Städten

22.5. | 19:30 Uhr | Haus der Jugend, Uhlandstraße 2

Wenn wir im Kampf gegen die zunehmenden Ungerechtigkeiten des herrschenden Systems Erfolg haben wollen, müssen wir mehr werden und uns organisieren – das ist klar! Nur wie? An vielen Orten wenden sich linke Gruppen dem Community-Organizing als Methode der kollektiven Ermächtigung und des Aufbaus von mehr Rückhalt in der arbeitenden Klasse zu. Auch hier in Freiburg arbeiten wir als Stadtteilorganisation HaWei Solidarisch daran, diesen Zielen näher zu kommen. Wir sehen uns dabei als Teil einer ganzen Bewegung von linken Stadtteilgruppen. Wir wollen uns im Rahmen der Veranstaltung mit verschiedenen Gruppen aus ganz Deutschland über politische Organisierung im Viertel und Nachbarschaft als Ort des gemeinsamen Kampfes unterhalten.

+++++++++ Tausende Straßen nach Kobane
Ein Reisebericht über die Karawane nach Kobane und die Frage nach Organisierung in Deutschland

23.5. | 18:30 Uhr | Linkes Zentrum Freiburg, Glümerstraße 2

Über die Karawane nach Kobane & die Frage nach Organisierung

Nach dem Großangriff auf Rojava am 6. Januar wurde international eine Generalmobilmachung ausgerufen. Diesem Ruf folgend machten sich 30 Internationalist:innen aus ganz Europa auf den Weg nach Rojava. Das Ziel: Kobane zu erreichen, um die Belagerung zu beenden. Also die Stadt erreichen, die Symbolort für den Sieg gegen den Islamischen Staat ist.

Einer der Internationalisten ist bei uns organisiert und erzählt von der Reise mit der Karawane Richtung Kobane. Bei dem Reisebericht geht es auch darum, was wir von den Kurdischen Genoss:innen lernen können. Denn Rojava ist einer der wenigen Orte auf der Welt, in dem eine fortschrittliche Revolution im 21. Jahrhundert erfolgreich war. Rojava und die Kurdische Bewegung sind so weltweit zum Vorbild geworden. Der Erfolg hat viele Gründe. Einer davon ist das Verhältnis der Revolutionär:innen zueinander und zur Gesellschaft – „hevalti“. Übersetzt bedeutet das kurdische Wort sowohl Genossenschaftlichkeit als auch Freundschaft. Gemeinsam wollen wir uns anschauen, wie sich dieses Konzept in der Praxis ausgestaltet und wie sich die Kurdische Bewegung organisiert. Gemeinsam wollen wir darüber im Anschluss an den Bericht diskutieren.


In Kooperation mit dem Kurdistan Solidaritätsbündnis.

+++++++++ Kennenlern- und Einstiegsreihe

Wir treten ein für „eine Welt, in der wir sozial gleich, menschlich verschieden und vollständnig frei sein werden“ (Rosa Luxemburg). Wir sind der festen Überzeugung, dass wir den Kapitalismus und alle anderen Verhältnisse überwinden müssen, in denen Menschen unterdrückt werden. Dafür brauchen wir eine revolutionäre Bewegung und diese wollen wir gemeinsam mit vielen Anderen aufbauen. Zentral ist für uns dabei die Verankerung der Linken vor Ort und der langfristige Aufbau von Gegenmacht.

Wir suchen immer nach Mitstreiter:innen, die Gemeinsam mit uns Kämpfen wollen.
Wenn du auf der Suche nach einer verbindlichen und solidarischen, politischen Organisierung bist, dann bist du bei uns genau richtig. Im Rahmen unserer Kennenlern-Reihe stellen wir unsere Gruppe vor. Wir wollen dir einen Einblick in unsere theoretischen Grundlagen, strategischen Überlegungen sowie unsere Arbeitsfelder geben. Außerdem wollen wir so die Gelegenheit schaffen uns gegenseitig besser kennenzulernen.
Wenn du bei uns aktiv werden willst, ist eine Teilnahme an möglichst allen Terminen der Reihe wichtig, damit wir beide einen guten Eindruck voneinander bekommen können.

Du willst teilnehmen?
Sprich uns an oder schreibe eine Mail an info@gemeinsam.fr